Neuapostolische Kirche Schweiz
Bezirk Thun
Blockflötenensemble

Blockflötenensemble Thun-Bern Süd (3. und letzter Teil)

In den ersten zwei Teilen dieses Berichtes haben wir viel gelernt über die verschiedenen Blockflöten, die Atemtechnik, Musikepochen, etc.

Jetzt ist es an der Zeit, noch weitere Spielerinnen vorzustellen. Ich möchte auch nochmals darauf hinweisen, dass wir noch Platz für weitere Blockflöten in unserem Orchester haben.

Am 6.Juni 2009 ist ein Auftritt geplant. Jedes Jahr findet im Bezirk Thun das Jubilarensingen für unsere Senioren statt, die einen speziellen Geburtstag feiern durften. Dieser Anlass wird immer musikalisch umrahmt, sei es von der Jugend, dem Seniorenchor, oder eben in diesem Jahr von unserem Blockflötenensemble.

 

Jubilarenfeier 2009, 6.Juni um 15.00 Uhr in der Neuaposolischen Kirche in Heimenschwand.

             

Für uns ist das natürlich eine schöne Herausforderung, um auch in diesem Rahmen mit unseren neu geübten Stücken Freude zu bereiten.

v.l.n.r. Ursula Schönenberger, Maya Schneider

Um möglichst lange Freude an der Blockflöte zu haben, ist es natürlich auch sehr wichtig, sie gut zu behandeln.

 

Einspielen und Pflege der Blockflöte

  • Vor jedem Spielen sollte das Kopfstück der Blockflöte möglichst auf Körpertemperatur angewärmt werden.
  • In den ersten zwei Wochen sollte das Instrument nur in den unteren Oktaven gespielt werden und das höchstens 10 Minuten.
  • In den folgenden sechs Wochen kann man die Spieldauer wöchentlich um fünf Minuten steigern und den Tonraum jeweils um fünf Töne erweitern. Zusätzlich können schon langsame Melodien gespielt werden.
  • Nach ca. zwei Monaten ist die Flöte gut eingespielt. Die mögliche Spieldauer ist jetzt noch bei jedem Instrument unterschiedlich.
  • Nach jedem Spielen muss die Blockflöte sorgfältig trockengewischt werden.
  • Bei Edelholzflöten sollte die Innenbohrung regelmässig geölt werden. Hierzu benutzt man Blockflötenöl (Mandelöl), einen Wischerstab und ein Baumwolltuch. Das Instrument wird in trockenem Zustand nur einmal im Monat geölt.
  • Das Umfeld der Blockflöte sollte Raumluft mit weniger als 50% relativer Luftfeuchte ausgesetzt werden.
  • Auch sollten zu starke Hitzeeinwirkungen und Temeperaturschwankungen vermieden werden.

 

Bei Einhaltung dieser Pflegetipps kann man auch sehr lange Freude an seiner Blockflöte haben.

Den Schlusspunkt unserer Fragebogenreihe der Spielerinnen und Spieler des Blockflötenensembles Thun - Bern Süd setzen wir mit dem Fragebogen unserer Leiterin Marianne Scheidegger.

Zum Schluss noch ein Zitat:

In einem Interview sagte der Schweizer Blockflötenbauer Gerri Bollinger, der bei der Firma Küng in Schaffhausen tätig ist:

"Es geit doch drum, d'Seel use z'spiele!"

( Es geht doch darum, die Seele hinauszuspielen)

 

Also, beim Blockflötenspielen ist es eigentlich wie überall in der Musik - Gefühle sind wichtig und man kann sie sehr gut zum Ausdruck bringen.

 

Der aktuelle Probenplan fürs zweite Quartal 2009

 

 

Grafische Gestaltung: Heidi Nydegger

Bericht/Bearbeitung: Brigitte Landmesser


Blockflötenensemble Thun - Bern Süd (Teil 2)

Eine Blockflöte wird aus harten Hölzern wie z.Bsp. Ahorn, Birnbaum, Zwetschgen, Buchsbaum, Palisander oder Ebenholz auf einer Drehbank hergestellt. Sie besteht aus drei Teilen, die ineinander gesteckt werden: dem Fussstück, dem Mittelstück mit den meisten Grifflöchern, sowie dem Kopfstück mit dem Windkanal und dem Labium, der Holzkante, an der der Luftstrom geteilt wird und die Luftsäule im konischen Rohr zum Schwingen bringt.

Beschreibung der Blockflöte

Einige Musikepochen (mit ein paar Komponisten - Beispielen)

  • bis 1350, Alte Musik
  • 1400, Renaissance, Monteverdi, Lasso, Gesualdo
  • 1600, Barock, J.S.Bach, G.F.Händel, Pergolesi, Buxtehude
  • 1700, Klassik, Haydn, W.A.Mozart, Beethoven, Salieri, Czerny, Telemann
  • 1800, Romantik, Brahms, Chopin, Schubert, Schumann, Wagner, Rossini
  • 1850, Impressionismus, Debussy, De Falla, Mac Dowell, Satie
  • 1900, Moderne, Pfizner, Hindemith, Mahler, Strawinski, Orff
  • 2000, Gegenwart, Henze, Stockhausen, Egk, John Williams
Agnes Pos
Andreas Kohler

Gabriela Pasinetti
Jeanette Hoffmann

 

 

          Fragebogen Gabriela Pasinetti

     

          Fragebogen Jeanette Hoffmann

         


In jeder Orchesterprobe werden uns auch theoretische Grundkenntnisse rund ums Flötenspielen beigebracht. Das ist nicht nur interessant, sondern auch sehr lehrreich.

Tempo:

Das Tempo gibt in der Musik an, wie schnell ungefähr ein Stück gespielt wird. Zusätzlich sind viele Tempobezeichnungen gleichzeitig auch Ausdrucksbezeichnungen, geben also auch über den beabsichtigten Charakter eines Musikstücks Auskunft.

Zur genauen Fixierung der Tempi, erfand Johann Nepomuk Mälzel 1816 das sogenannte Metronom, mit dem der Grundschlag hör- und sichtbar gemacht werden konnte. (Schläge in der Minute)

 

Atmung/Haltung:

Der funktionierende Atem (zusammen mit dem Herzschlag) ist für uns ein beruhigendes Anzeichen dafür, dass der Körper "belebt" ist.

Im Rhytmus des Atems spiegelt sich auch das Befinden des Menschen wieder: Ruhe, Aufregung, Freude und Trauer.

Durch das Blasen wird der Ton gestaltet. Die Finger sorgen lediglich für ein Abwechseln der Tonhöhen, die Zunge für eine gewisse Aussprache. Viele Griff- und Artikulationsprobleme sind in Wirklichkeit Atemprobleme. Mit einer ruhigen Atmung treten diese Probleme gar nicht erst auf. Bei einer aufrechten Haltung kann sich die Lunge ausdehnen und der Atemfluss wird nicht behindert. Eine gute Atemtechnik ist also in grossem Masse von der Körperhaltung abhängig.

 

Artikulation (Musik):

Musikalische Artikulation ist insbesondere das spezifische Verbinden, bzw. Trennen aufeinanderfolgender Töne beim Musizieren durch individuelle Länge oder Kürze des Einzeltones.

Die wichtigster Arten der Artikulation sind:

  • legato = gebunden
  • non legato = nicht gebunden
  • tenuto = gehalten
  • portato= getragen
  • staccato = abgerissen, abgestossen

Die Artikulation ist bei vielen Kompositionen nicht exakt notiert und so ist es oftmals Aufgabe des Interpreten, dem jeweiligen musikalischen Stil entsprechend zu artikulieren.

Doris Joder
Manuela Messerli

Da bald die Kirche Thun renoviert wird, haben wir uns nach einer neuen Möglichkeit umgesehen, die Orchesterproben durchzuführen.

 

 

 Hier der aktualisierte Probenplan

 

Herzlich Willkommen an alle interessierten

Blockflötenspielerinnen und Blockflötenspieler.

Wir können noch Verstärkung gebrauchen!

 

Grafische Gestaltung: Heidi Nydegger

Text/Bearbeitung: Brigitte Landmesser


Blockflötenensemble Thun - Bern Süd (Teil 1)

Das Blockflötenensemble mit z.Zt. 4 Sopranflöten, 3 Altflöten, 3 Tenorflöten und 3 Bassflöten - wechselt immer etwas, wenn einzelne SpielerInnen krank sind oder eine länger Pause machen.

Die beiden Orchesterleiter Marianne Scheidegger und Roland Spycher haben beide ihre Musikvorlieben. Deshalb hat sich das Orchester auf keine konkrete Musikrichtung spezialisiert und das Repertoire der Musiker ist auch sehr vielfältig.

 

Damit Sie die Spielerinnen und Spieler und die Orchesterleiter etwas besser kennen lernen können, haben sie einen Fragebogen beantwortet, der angeklickt werden kann. 

Etwas zu den Ursprüngen der Flöten (nach Wikipedia)

Flöten werden seit prähistorischen Zeiten als Musikinstrumente verwendet. Flöten, die aus dieser Zeit erhalten geblieben sind, bestehen aus hohlen Knochen und weisen bereits Tonlöcher auf. Solche Flöten, bei denen der Ton durch eine Kernspalte erzeugt wird, kamen und kommen in der ganzen Welt in unterschiedlichsten Formen vor.

Im nächsten Teil des Berichtes, der in etwa zwei Wochen erscheinen wird, kommen wir dann noch auf die verschiedenen Musikepochen zu sprechen.

Die Blockflötenfamilie:

In Europa etablierte sich die Blockflöte seit der Renaissance als ganze Instrumentenfamilie durch alle Tonlagen hindurch. Bei uns am Besten bekannt sind wohl die Flöten vom kleinen Sopranino über Sopran-, Alt-, Tenor-, bis zur Grossbassflöte.

Entweder kombiniert man die verschiedenen Stimmen in der barocken Musik zusammen, oder als einzelne Solostimmen alleine, oder zu anderen Instrumenten.

 

 

l. Therese Aemmer, r. Elsbeth Karlen

 

           Fragebogen Elsbeth Karlen

 

           Fragebogen Therese Aemmer

Alice Lehmann

 

 

           Fragebogen Alice Lehmann

Theorie:

Die Theorie gehört auch dazu. In jeder Orchesterprobe werden uns noch einige Sachen zu folgenden Themen nähergebracht:

- Tempo (Musik)

- Atmung, Haltung

- Formenlehre (Musik)

- Artikulation (Musik)

Im nächsten Bericht erfahren sie etwas mehr darüber.

 

Auftritte im Jahr 2008

Im letzten Jahr durften wir an folgenden Orten vorspielen:

 

- Matinée in der Gemeinde Interlaken, 09.März 08

 

- am Offenen Singen, Jubiläumsfeier in der Gemeinde Heimberg, 24.Mai 08

 

- Seniorenweihnachtsfeier in Hasle-Rüegsau, 06.Dezember 08

Impressionen von Hasle-Rüegsau

 

Projekte:

Im Moment sind wir dabei ein neues Programm einzuüben. Wir üben alle zusammen und auch in kleineren Gruppen verschiedene neue Stücke.

Es sind noch keine konkreten Auftritte im neuen Jahr geplant.

 

Unser Orchester hat noch freie Kapazitäten. Wenn jemand gerne bei uns mitmachen möchte, ist er jederzeit Herzlich Willkommen!

Übungsplan, 1.Quartal 2009


 

Grafische Gestaltung: Heidi Nydegger

Text/Bilder: Brigitte Landmesser

letzte Aktualisierung: 20.04.2009 NAKweb - Netzwerkstatt GmbH - Bern